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Betriebliche Gesundheitsförderung verdoppelt den Einsatz
08.02.2012
Betriebliche Gesundheitsförderung verdoppelt den Einsatz
Gesunde, motivierte Mitarbeiter. Kein Produktionsausfall. Imagegewinn.
Jeder für die Gesundheit der Mitarbeiter ausgegebene Euro landet mit mehr als dem Doppelten wieder im Betrieb. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) und der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Durchschnittlich 2,20 Euro gewinnen Unternehmen mit ihrem investierten Euro als "ökonomisches Erfolgspotenzial", sagte der Autor der Untersuchung, Professor Diemar Bräunig von der Universität Gießen.
300 Betriebe wurden nach ihren Erfahrungen mit Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz befragt. Außer-Kosten-nichts-gewesen, das gängige Vorurteil gegenüber betrieblicher Gesundheitsförderung, bestätigten knapp zehn Prozent der Befragten. 56 Prozent dagegen bewerteten den Nutzen von Für- und Vorsorge mit einem Mehrerlös von 100 bis 200 Prozent über dem Einsatz. Fast ein Viertel der interviewten Unternehmer sieht gar einen "Return on Prevention" von sieben Euro und darüber, berichtete das "Handelsblatt".
Arbeitsmotivation und Imagegewinn nach außen sind die größten Positivposten. Im Ergebnis verringern sich Ausfallzeiten und sinkt der Ausschuss bei der Produktion. Vermiedene Betriebsstörungen durch Krankheiten oder Arbeitsunfälle bringen deutliche Einsparungen.
Die Unfallversicherungen haben im vergangenen Jahr ausgerechnet, dass jährliche Kosten von 45 Milliarden Euro durch Minderleistungen, Fehlzeiten und krankheitsbedingten Frühverrentungen entstehen. Kranken- und Rentenversicherungsträger sind dabei am stärksten belastet. Gesundheitsorientierte Betriebe können ein Drittel der Aufwendungen vermeiden, sagen die Experten.
Unser Praxisteam betreut mehrere Firmen im Bereich von Münster Südost.